StartseiteWege zum SELBSTQi Gongwichtige Aspekte


Die sanften Übungen der chinesischen Heil und Entspannungsmethode Qi Gong
beinhalten einfache Methoden,
die wir gezielt nutzen können,
um uns regelmäßig täglich einige Minuten zu entspannen.
Wir lernen, jegliche Art von persönlichem Streß zu reduzieren
und uns in einen angenehmen Lern- und Arbeitszustand zu versetzen.
Die Investition in das Erlernen und Praktizieren des 'Eintretens in Ruhe und Stille'
bringt einen vielfachen Gewinn an Lebensqualität,
Gesundheit und geistig-seelischem Wachstum.

Betrachtet man einfache grundlegende Übungsformen des Qi Gong
im Sitzen oder Stehen, so fallen vor allem zwei Aspekte ins Auge,
die immer wieder trainiert werden
und ohne die ein Fortschritt in höhere Stufen des Qi Gong nicht gelingen kann.

Entspannung von Körper und Geist

Aus dem Stillezustand findet man den eigentlichen Zugang zur ursprünglichen Lebenskraft. Erst in der Stille kann sich der Körper von Grund auf regenerieren
und können Qi und Blut den ganzen Körper durchströmen.
Die Erfahrung der geistigen Ruhe und das Hineingehen in die Leere
finden sich schon im "Buch des Gelben Kaisers",
das älteste Werk der chinesischen Medizintheorie
aus den ersten Jahrhunderten n. Chr.
Dort heißt es:
"Vollkommen leer werden, dann kommt das wahre Qi daher.
Dort wo der Geist innen bewahrt wird, können keine Krankheiten entstehen."
In einem anderen Text heißt es:
"Glück und Segen sammeln sich dort, wo Stille herrscht."
Besonderen Wert auf Entspannung und Ruhe wird in den Formen des Stillen Qi Gong
nach Meister Zhi Chang Li gelegt.
Dieses Qi Gong beinhaltet Übungen zur Entspannung der Wirbelsäule
und der inneren Organe, Übungen zum Selbstschutz und zur Selbststärkung,
Methoden zur psychischen und physischen Reinigung sowie Übungen,
um Qi aufzunehmen, zu sammeln, zu stärken und abzugeben
und zusätzlich Übungen zur Selbstmassage.

Loslassen und Sinken in den Unterbauch

Im unteren Teil des Körpers ist nach chinesischer Vorstellung
das 'primäre Qi' (Yuan Qi) zu Hause.
Es muss dort bewahrt werden.
Deshalb führt man das Qi immer wieder zum Unterbauch, dem Dantian, zurück.
Dieses wichtige Energiedepot ohne Grenzen
soll durch Üben immer wieder gepflegt und genährt werden.
Es befindet sich eine Handbreit unterhalb des Nabels
einige Zentimeter innerhalb des unteren Bauchraumes.
Eine grundlegene Anforderung an Qi Gong-Übungen lautet daher:
" Oben leer, unten fest;
das Qi sinkt in das Dantian;
das Qi kehrt zu seiner Quelle zurück;
der Atem kehrt zu seiner Wurzel zurück. "
Man lenkt seine Vorstellungskraft während des Übens nach unten
und erlangt durch geduldiges Üben Festigkeit und Fülle im unteren Körperbereich,
verfügt dann über reichliche Kraft und inneres Qi
und ist wie ein Baum mit starken Wurzeln.
Während des Übens soll sich der Körper oberhalb des Nabels gleichzeitig 'leer' anfühlen,
es soll ein Gefühl von Leichtigkeit, Leere und innerer Beweglichkeit eintreten,
besonders im Bereich des Brustkorbs und der Schultern.